2008

Ab 16. März 2008    bis   26. Oktober  2008                 

Vivat Crescat Floreat

Pflanzenmotive im Werk von Otto Dix und sein Garten in Hemmenhofen

   Nelly als Flora, 1940                           

Um 1936 schrieb Otto Dix aus Dresden an seine Frau Martha mit den besten Wünschen "vivat, crescat, floreat", also "lebe, blühe und gedeihe", der Gärtnerin. Martha Dix legte gemeinsam mit dem Sohn von Walter Kaesbach und ihren Kindern den Garten des 1936 bezogenen Hauses in Hemmenhofen an.

Heute stehen Haus und Garten unter Denkmalschutz: Das Ensemble ist einer der "Künstlergärten" auf der Höri. Da es die Eigenheit eines Gartens ist, sich im Laufe der Zeit zu wandeln - Baumgruppen wachsen, Staudenbeete vergehen und alte Rosen blühen nicht mehr - steht das Otto-Dix-Haus-Hemmenhofen heute vor der Frage, wie mit diesem Garten umgegangen werden kann.

Neben Zeichnungen, Ölbildern und Grafiken zum Thema "Pflanzliches", wird in der Ausstellung im Dix-Haus mit der Dokumentation des Gartens die Grundlage für einen Pflegeplan gelegt, der mit dem Denkmalamt Baden- Württemberg erarbeitet wird.

Otto Dix ist nicht der Pflanzenmaler, dazu ist er in unserem Bewusstsein zu sehr als der Repräsentant der Großstadt- und Kriegsbilder verankert. Dennoch nimmt die Darstellung von Pflanzen nicht nur in seinem Spätwerk einen großen Raum ein. Pflanzen als Symbolträger, die vor allen Dingen in den Arbeiten der 30er und frühen 40er Jahre in seinem Werk auftauchen, gemahnen an seine großen Vorbilder des 16. Jahrhunderts. In akribischen Vorstudien für seine Bilder erarbeitete sich Dix ein Repertoire an Pflanzendarstellungen, die ihren Höhepunkt in eigenständigen großen Zeichnungen finden.

Der Garten in Hemmenhofen bot seit den 30er Jahren immer wieder Material, das Dix in seine Arbeit einfließen ließ. Vor allen Dingen in den großen Blumenstillleben findet sich die Pflanzenvielfalt des Gartens in Hemmenhofen. Baumgruppen, die die Landschaft des Untersees bestimmen und in den jahreszeitlichen Wechseln die unterschiedlichsten Farbwirkungen aufweisen, sind ein Hauptthema, das seit den 30er Jahren im Werk von Dix großen Raum einnimmt. Dank der zahlreichen Leihgaben zeigt die Ausstellung einen Einblick in die Pflanzenwelt von Otto Dix, die er in seinem Garten und in der Höri-Landschaft erlebte und entdeckte.

Der Besucher kann von der Terrasse des Dix-Hauses diesen Garten erleben und die ersten Eindrücke des "Wiedererwachens" nach vielen Jahren genießen. Große Transparente im Garten vermitteln einen Eindruck vom Leben der Familie Dix in diesem Garten und fordern dazu auf, sich Gedanken über die Zukunft dieses "Künstlergartens auf der Höri" zu machen. Mit den Erinnerungen von Jan Dix, der diesen Garten tatkräftig mitgestaltete, und auch heute wieder mitgestaltet, ist es möglich, diesem Garten neues Leben einzuhauchen und dem Besucher die Idee der Gartengestaltung zu vermitteln.

Katalog zur Ausstellung als Download

Bilder zur Ausstellung

         

   

 

2007 

Ab 18. März 2007 

Otto Dix und sein Sohn Ursus

zum 80. Geburtstag von Ursus Dix

Ausstellung vom 18. März bis 30. Juni 2007

Die Ausstellung wird freundlich unterstützt durch

Öffnungszeiten :

Mittwoch bis Samstag: 14:00 bis 17:00 Uhr

Sonn- und Feiertag:    11:00 bis 18:00 Uhr

Führungen, auch ausserhalb der Oeffnungszeiten auf Anmeldung

Otto Dix kam 1933 mit seiner Familie an den Bodensee nach Randegg. Von den Nationalsozialistischen Machthabern war er seiner Professur in Dresden enthoben worden und musste nun für sich, seine Familie und sein Werk Repressionen befürchten. So bot das Schloss seines Schwagers Hans Koch in Randegg eine willkommene Möglichkeit sich im deutschen Südwesten in eine „Innere Emigration“ zu begeben. 1936 wurde das Haus in Hemmenhofen über dem Untersee fertig gestellt und die Familie bezog nun eine neue Heimat. Hier lebte und arbeitete Otto Dix bis zu seinem Tod 1969.

Arbeiten, Zeichnungen die in Büchern für den Sohn entstanden sind und Geschenke zu den Geburtstagen und zu Weihnachten waren sind eines der wichtigen Dokumente dafür, wie sich Dix mit seiner Familie und seinen Kindern beschäftigte und sie in seine Themenwelt und seine Kunst einführte. Der große Erzähler Dix spricht hier aus seinen Zeichnungen.

Ausgebildet und tätig als Restaurator am Museum in Ottawa/Kanada war Ursus Dix auch selbst als Künstler tätig und hiervor sprechen in der Ausstellung Arbeiten von ihm, die aus Privatbesitz für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden. Zum Thema Restauration und Maltechnik ist in der Ausstellung ein Raum diesem Umfeld gewidmet. Hier wird dieses Thema an Beispielen von Werken Otto Dix näher erläutert. So wird seine aufwändige und zeitraubende Arbeitstechnik vorgestellt die eine genaue und bindende Komposition eines Bildes voraussetzte. Die großen Vorbilder von Dix, die deutschen Maler des 16.Jahrhunderts waren auch für diese Maltechnik die Paten.

„Otto Dix und sein Sohn Ursus“ ist eine Ausstellung, die einen Einblick in das Familienleben der Dixens erlaubt, so wird auch die enge Verbindung von Photos aus dem Familienbesitz, die bisher nie zu sehen waren, mit der künstlerischen Arbeit von Dix deutlich und veranschaulicht seinen Schaffensprozess. Im Wohnhaus der Familie Dix wird dieser Eindruck natürlich noch ums so deutlicher.

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt von zahlreichen öffentlichen und privaten Leihgebern und Sponsoren.

Ab 15. Juli

Otto Dix - Glasfenster

Ausstellung vom 15.Juli bis 21.Oktober 2007

Eröffnung: Sonntag 15. Juli 2007

Zur Eröffnung spielten Eden-Dix and friends

Öffnungszeiten :

Mittwoch bis Samstag: 14:00 bis 17:00 Uhr

Sonn- und Feiertag:    11:00 bis 18:00 Uhr

Führungen, auch ausserhalb der Oeffnungszeiten auf Anmeldung

Otto Dix, Christophourus Glasfenster für die Kapelle in Randegg 1961

In der Sommerausstellung 2007 zeigt das Dix-Haus Glasfenster von Otto Dix, die in den 50er und 60er Jahren entstanden sind. Otto Dix erhielt 1958 den Auftrag für die Glasfenster in der Petruskirche in Kattenhorn. Themen aus dem Leben des Jüngers Petrus wie der Berufung als Jünger während eines Fischzugs auf dem See Genezareth oder der krähende Hahn am Morgen nach der Verleumdung und des Verrats in der Gründonnerstag Nacht hat Dix hier in grossformatigen Glasfenstern umgesetzt. Biblische Geschichten, die ihn seit seinem Frühwerk immer wieder interessierten und die er in dieser Zeit auch in Oelbildern, Zeichnungen und Graphiken umsetzte. Der Entwurf zu dem grossen Fenster, der im vergangenen Jahr in den Werkstätten der Firma Derix wieder aufgefunden wurde und nun für diese Ausstellung als Leihgabe zur Verfügung steht, bot den Anlass für das Dix-Haus, sich mit dem Thema Glasfenster näher zu befassen und diesem Thema eine Ausstellung zu widmen.Nachdem bereits 1952 ein erstes Glasfenster in Zusammenarbeit mit der Glaswerkstatt Derix in Rottweil entstanden war, entstanden in den Folgejahren verschiedene Fenster mit biblischen Themen. Die Scheibe mit dem Hl. Martin war 1952 im Auftrag der Stadt Singen entstanden und wurde als Dank für die Unterstützung während des 2. Weltkriegs der Stadt Schaffhausen geschenkt. Dieses Glasfenster befindet sich heute im Treppenhaus des Museums Allerheiligen in Schaffhausen.

Die Glasfenster von Otto Dix sind ein bisher kaum aufgearbeitetes Thema im Werk von Otto Dix. Entstanden im Hemmenhofer Atelier und bei den Werkstätten der Firma Derix in Rottweil, sind sie ein Zeugnis der Arbeit von Dix in seiner süddeutschen Wahlheimat. In Zusammenarbeit mit der Glaswerkstatt Oidtmann entstanden weitere Fenster von denen die Scheibe „David vor Saul“ die in der Ausstellung zu sehen ist.


In der Ausstellung sind jedoch nicht nur die Glasfenster von Dix zu sehen, sondern auch der Zusammenhang mit der Geschichte der Glasfenster, der Technik und der heutigen Weiterentwicklung dieser Kunstgattung. Die biblischen Themen, die Geschichten aus der Bibel, die Dix in seine Glasfenstern aufnahm, werden in den Zusammenhang mit seinem künstlerischen Werk gestellt und die Parallelen zu Malerei und Graphik gezeigt. Der hl. Christophorus nimmt bereits in den 30er Jahren einen breiten Raum in seinem Schaffen ein, Themen aus dem Matthäusevangelium, das er zu Beginn der 60er Jahre illustrierte stehen neben den Geschichten des Petrus, der Hl.Veronika und den Christusdarstellungen als Vertreter der biblischen Geschichten die Dix als tiefgreifende Zeugnisse von menschlichen Schicksalen sah.

Glasfenster in Kirchen werden zwar bereits in Dokumenten des 6. Jahrhunderts erwähnt, die ältesten erhaltenen Fenster stammen jedoch aus dem 11. Jahrhundert. Die Vision von der himmlischen Stadt und damit die Grosse Zeit der Glasfenster in der Gotik ist ohne Licht undenkbar, das göttliche Allmacht versinnbildlicht. Massive Wände weichen großen Fensterflächen, die Glasmalerei erhält eine Schlüsselrolle im Gesamtkunstwerk Kathedrale. Die Glasfenster bringen die damalige Philosophie zum Ausdruck, dass Licht die Grundlage des Seins sei. Durch die Verglasung lag im Kircheninnern eine mystische Dunkelheit. Der Blick des Betrachters wird auf farbige Glasflächen gelenkt, die wie Edelsteine strahlen.
Die mittelalterliche Glasmalerei entstand vor dem Buchdruck und zielte auf intuitives Erleben ab. Sie war ein mächtiges Medium, dessen ungeheure Bildgewalt heute nur noch schwerlich nachempfunden werden kann. In den 20er Jahren des 20.Jahrhunderts und dann vor allen Dingen bei Neubau vieler Kirchen nach dem 2. Weltkrieg kamen die Glasfenster wieder zu einer neuen Bedeutung, die bis in das heutige künstlerische Schaffen reicht.


Glasfenster von Wilhelm Geyer für S.Jodok in Ravensburg

Die Ausstellung kam mit der Unterstützung von Sponsoren zustande; wir danken der BW-Bank Singen,

dem Regierungspärsidium Freiburg und der Kunstagentur Derix-Kessler für die Unterstützung

        

2006

Otto Dix - Max Ackermann

Nachbarn  auf der Höri

24. Juni bis 24. September 2006 - die Ausstellung ist verlängert bis 22.Oktober 2006

Otto Dix und Max Ackermann verfolgten in ihrer Kunst völlig unterschiedliche Konzepte. Ist die Kunst von Dix immer realistisch und in seiner Spätzeit ab 1945 durch einen fast expressiven Stil geprägt, so geht Ackermann seinen Weg geradezu stringent hin zur Abstraktion. Der Bogen zwischen diesen beiden Künstlern soll daher eher über den Inhalt gespannt werden. Beide Künstler wurden, veranlasst durch äußere Umstände, hierher an den See getrieben. Hier am Bodensee fanden beide eine neue künstlerische Heimat, die sie in ihrem Schaffen inspirierte und vielleicht auch einengte. Dix fand hier am See zur Landschaftsdarstellung zurück und intensivierte sie und Ackermann entwickelte seine Bildideen auch in Darstellungen von den Menschen und ihrem Leben am See.

Text zu Max Ackermann:

Am Strand von Hornstaad konnte ich die bösen Kriegsjahre verbringen...es reihte sich Arbeit an Arbeit. So kamen die Themen angestürzt, die mir diese sanfte Landschaft schenkte.“

Das Jahr 1933 bedeutete für ihn eine große Zäsur und mit seinen Werken scheint er sich vom Realen zurückzuziehen. Ackermann entwickelte jedoch auch in dieser Werkphase am Bodensee seine eigene künstlerische Sprache weiter. Die realen Formen und Figuren, etwa Badende oder die Landschaft, öffnen sich zunehmend zu abstrakten Formen und Ackermann entwickelt konsequent seinen Weg von der figurativen Kunst hin zur nichtfigurativen.

Text zu Otto Dix:

„Landschaft. Zuerst war sie ja neu für mich. Jetzt habe ich sie so oft gesehen, jetzt nehme ich sie gar nicht mehr zur Kenntnis. Sie interessiert mich eigentlich auch gar nicht sehr. Menschen, Menschen viel mehr.“

Die Landschaft wurde für Otto Dix ein Motiv, um seine künstlerische Idee hier am Bodensee dem Betrachter zu vermitteln. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg trat jedoch wieder der Mensch und all die Facetten des Lebens wieder in den Vordergrund. In seinen Werken nach dem Krieg entwickelt sich eine Art Gleichgewicht zwischen Form und Inhalt. Das Bildthema wird wieder in einer deutlich persönlicheren Maltechnik umgesetzt

Erika Streit - Eine Dix-Schülerin - Das graphische Werk

Otto Dix - Retrospektive in Schaffhausen bis 8. Oktober

Otto Dix – Retrospektive in Schaffhausen

Bis zum 8.Oktober ist in Schaffhausen im Museum zu Allerheilgen eine grosse Retrospektive mit Arbeiten von Otto Dix zu sehen, deren Besuch sich in jedem Fall lohnt

„Ich stehe vor der Landschaft wie eine Kuh“ – mit diesen Worten kommentierte der Maler Otto Dix seinen Rückzug in die „Innere Emigration“ an die Schweizer Grenze, ganz in der Nähe von Schaffhausen, im Jahr 1933.

So wurde der Verist und gefeierte Künstler der „Roaring Twenties“, der 1927 an die Akademie in Dresden berufen worden war, von einem Tag auf den Anderen nicht nur vor eine neue Lebenssituation gestellt, sondern auch mit der Tatsache konfrontiert, sein künstlerisches Werk und die Motivwahl zu überdenken.

Mit der Entscheidung, nicht aus Deutschland emigrieren zu wollen und sich in die Provinz zurückzuziehen, war auch die Entscheidung, sich von den Bildthemen der 20er Jahre zu verabschieden, verbunden. Das „kolosall  große Angebot an Typen“ und „die Lust am Grotesken“ hatten ihm den Ruf des berüchtigten Künstlers eingebracht, der in der Zeit des Nationalsozialismus mit diesen Themen keinen Raum im künstlerischen Geschehen erobern konnte. Landschaft und die altmeisterliche Darstellungsweise waren nun ein Thema, das bereits in der gemeinsamen Ausstellung mit Franz Lenk 1936 in Berlin einen Dix zeigte, der die künstlerische Meisterschaft in seinen an Altdorfer und die deutschen Romantiker gemahnenden Landschaftsbilder vom Hegau und dem Bodensee in den Vordergrund stellte. Aber, Dix wäre nicht der Künstler, der mit dem Wandel in seiner Darstellungsweise, den Themenwechseln und der ständigen Reaktion auf das Zeit- und Kunstgeschehen auf der Stufe der bloßen romantisierenden, biedermeierlichen Landschaftsdarstellung verharrt. Er findet auch in diesen Arbeiten einen Weg, Metaphern für die Zeit zu finden und mit seinem Werk zum Dokumentator seiner Epoche zu werden.

Der Umzug an die Schweizer Grenze, und dies war auch ein Notanker in den schwierigen Zeiten, die unter dem permanenten Damoklesschwert der Verefehmung und Verfolgung stand, war auch mit den Hoffnungen auf eine gesicherte wirtschaftliche Situation verbunden. Versuche in der Schweiz Sammler zu finden misslangen jedoch trotz Ausstellungen im Kunstverein in Schaffhausen und bei der Galerie Wolfsberg in Zürich. Dix, der sich als „Deutscher Künstler“ sah, wurde auch in der Schweiz als solcher wahrgenommen und man begegnete ihm zumindest mit SkepsisDer Ankauf des großartigen Elternbildnisses von 1921 durch das Kunstmuseum in Basel wurde durch das Publikum  nicht kritiklos hingenommen. Dies Bild, das nun in der Schaffhauser Ausstellung zu sehen ist, war eine der Arbeiten, die Ende der 30er Jahre aus den „Säuberungsaktionen der deutschen Kunsttempel“ in die Versteigerung bei Fischer in Luzern gelangt war. Otto Dix und die Schweiz, ein bisher wenig bearbeitetes Thema – auch in der Schaffhauser Ausstellung- würde sicherlich noch einige beleuchtende Aspekte in die Rezeption von Otto Dix im Ausland hinzufügen, die Dix, der sich als in der deutschen Kultur und Kunst verwurzelten Künstler sah, in den kunsthistorischen Kontext deutscher Kunst stellt.

 

Die Schaffhauser Ausstellung zeigt einen Dix, der aus den Zeitströmungen, dem Expressionismus, der Konfrontation mit dem Kriegsgeschehen, der Neuen Sachlichkeit, den nationalsozialistischen Blut- und Bodenbildern, der Hinwendung auf eine altdeutsche Kunst, der Nachkriegssituation mit der Dominanz des Abstrakten und einem sozialistischen DDR-Realismus, die Grundlagen für sein Schaffen entnimmt und zu etwas ganz Eigenem, mit größter künstlerischer Brillanz Formuliertem zusammenfügt. Ein Dix, der seine Themen lebt und erlebt und sie als Metaphern für seine Zeit in Bildern manifestiert.

Eine Ausstellung, die Dix zeigt, den ganzen Dix mit allen Ecken und Kanten, mit allen Schwierigkeiten, vor die sich eine Kunstgeschichtsschreibung in ihrem Schubladendenken gestellt sieht.

Eine Ausstellung, die vor allen Dingen auch mit den frühen Bildern einen Dix zeigt, der auf der Basis des künstlerischen Handwerks, das Können zeigt, das bis in sein Alterswerk eine untrügliche und sichere Umsetzung der ihn beschäftigenden Themata auf der Grundlage der genauen Beobachtung und deren Festhalten im zeichnerischen Werk, wichtigster Bestandteil in der Auffassung vom Künstlertum bei Dix war.

 

Markus Stegmann kuratierte die Schaffhauser Ausstellung mit großer Sorgfalt und vermittelt in Schaffhausen mit dieser ersten Schweizer Retrospektive von Otto Dix ein umfassendes Bild eines Künstlers, der als Repräsentant des 20. Jahrhunderts und für ein „Deutsches Künstlerleben“ steht. (Michael Kicherer in kunstmarkt.com)